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Das Bewusstsein für die Rolle der Ernährung auf die Gesundheit hat in unserer Gesellschaft vermehrt an Bedeutung gewonnen. Gezieltes Ernährungsmonitoring in speziellen Lebenssituationen wie Schwangerschaft, Wachstum oder im Verlauf einer Chemotherapie ermöglicht es, Mangelsituationen zu erkennen und durch eine entsprechende Ernährung zu vermeiden. Insbesondere bei vegetarischer und veganer Ernährung kommt dem eine besondere Bedeutung zu, dazu finden Sie auch weitere Hinweise in unserem Flyer:

So ist die Bestimmung der Versorgung mit Elektrolyten und Mineralstoffen (Natrium, Chlorid, Kalium, Calcium, Phosphor und Magnesium) und den fettlöslichen Vitaminen (Vitamin A, Vitamin D, Vitamin E und Vitamin K) und den wasserlöslichen Vitaminen (Vitamin B1, Vitamin B2, Vitamin B6, Niacin, Folat, Pantothensäure, Biotin (= Vitamin H oder Vitamin B7), Vitamin B12 und Vitamin C) sowie den  Spurenelementen  wie  Eisen, Jod, Fluorid, Zink, Selen, Kupfer, Chrom, Mangan und Molybdän  ein wichtiger Baustein unseres analytischen Angebots. 

Eine mögliche Malabsorption oder Intoleranz etwa für das Kohlenhydrate Fruktose lässt sich in entsprechenden  Belastungstests in der Arztpraxis  und den anschließenden Konzentrationsmessungen in unserem Labor eruieren.

Als ein  Marker gastrointestinaler Nahrungsmittelunverträglichkeiten  hat sich allgemein auch die Bestimmung von  Methylhistamin  im Urin bewährt.

Der Körper benötigt ein ausgewogenes Verhältnis bei der Versorgung von Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, sie sollten im richtigen Verhältnis in der Nahrung enthalten sein, auch damit Entzündungsvorgänge gut reguliert werden können. Darüber hinaus werden einer optimierten Versorgung zahlreiche gesundheitsförderliche Wirkungen zugeschrieben, insbesondere den langkettigen Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA). 
Der Omega-3-Index in den roten Blutkörperchen (Erythrozyten) ist ein etablierter und standardisierter Laborwert und gibt als Langzeit-Biomarker Auskunft über den Versorgungsstatus eines Menschen mit Omega-3-Fettsäuren. Die Messung zeigt den prozentualen Anteil der beiden Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA an den Gesamtfettsäuren in der Zellmembran der roten Blutkörperchen an. Der Omega-3-Index ist ein etablierter Biomarker für das Risiko von kardiovaskulären Erkrankungen. Studien haben gezeigt, dass der Omega-3-Index in den Erythrozyten eine stabilere Langzeitbewertung des Omega-3-Status ermöglicht und weniger von kurzfristigen Schwankungen in der Nahrungsaufnahme beeinflusst wird als das EPA/AA-Verhältnis im Plasma. Unter dem EPA/AA-Verhältnis versteht man den Quotienten aus der Omega-3-Fettsäure EPA zur Omega-6-Fettsäure AA (= Arachidonsäure) im Plasma. Die Bestimmung im Plasma kann durch eine kürzliche Nahrungsaufnahme beeinflusst werden, was zu einer höheren Variabilität führt, und die Langzeitbewertung erschwert. Zudem korreliert der Omega-3-Index in Erythrozyten besser mit klinischen Endpunkten wie kardiovaskulären Ereignissen und Gesamtsterblichkeit. Zusammenfassend gesagt bietet der Omega-3-Index in Erythrozyten eine robustere und klinisch relevantere Bewertung des Omega-3-Status im Vergleich zur Bestimmung des EPA/AA-Verhältnisses im Plasma. Die Bestimmung des Eicosapentaensäure/Arachidonsäure-(EPA/AA)-Verhältnisses im Plasma ist jedoch dann sinnvoller als die Bestimmung des Omega-3-Indexes in den Erythrozyten, wenn kurzfristige Veränderungen im Fettsäurehaushalt, etwa durch Supplementation, kurzfristig vorgenommene diätetische Maßnahmen oder zur Beurteilung des Verlaufs entzündlicher Prozesse gefragt sind.

Da bei all diesen Untersuchungen die analytische Qualität zwar unabdingbar, aber allein nicht ausreichend ist, bemühen wir uns sehr um eine individuelle Beurteilung, die aber die Angabe einer entsprechend gezielten Fragestellung, Verdachtsdiagnose bzw. klinischer Symptomatik voraussetzt. Selbstverständlich kann aber ein Befund auch jederzeit nachträglich mit unseren Ärzten und Naturwissenschaftlern diskutiert werden.

Weitere Informationen

Ansprechpartner

bei medizinisch-fachlichen Fragestellungen:

Dr. med. Andreas Sputtek
— Facharzt für Laboratoriumsmedizin und Facharzt für Transfusionsmedizin —
Tel.: +49 (0)421 2072-216
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