Medizinisches Labor Bremen
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Multiple Sklerose

Oligoklonale IgG-Banden

Obwohl die Pathogenese dieser häufigen neurologischen Erkrankung (Synonym: Enzephalomyelitis disseminata) noch immer nicht hinreichend verstanden ist, sind in den letzten Jahren große Fortschritte in der medikamentösen Behandlung gemacht worden. Bei der Diagnosestellung haben Laboruntersuchungen von Liquor und Serum, die immer parallel durchgeführt werden sollen, einen ausgesprochen hohen Stellenwert. Die kombinierte Betrachtung erlaubt, zusammen mit klinischen und bildgebenden Verfahren, in den meisten Fällen eine sichere Diagnose schon in frühen Stadien.

Das typische Untersuchungsprogramm umfasst Zellzahl und Gesamteiweiß im Liquor, Quotientendiagramme für Albumin, IgG, IgA und IgM (das sogenannte Reiber-Schema), Oligoklonale IgG-Banden in Liquor und Serum, die Erfassung einer polyspezifischen, intrathekalen Immunglobulinsynthese durch die MRZ-Reaktion (also den Masern-, Röteln- und Zoster-Antikörperindex) sowie den differenzialdiagnostisch zwingenden Ausschluss einer Neuroborreliose durch den Borrelien-Antikörperindex, ggf. ergänzt durch die Immunoblots in Liquor und Serum.


Typische Befunde bei MS

  • Reiberdiagramm QAlb, QIgG
  • Oligoklonale IgG
  • MRZ-Reaktion > 1,5
Oligoklonale IgG

Angezeigte Untersuchungen

(bis auf Zellzahl in Liquor und Serum parallel):

  • Zellzahl, Gesamteiweiß
  • Quotientendiagramme IgG, IgA, IgM
  • Oligoklonale IgG
  • MRZ-Reaktion
  • Borrelien-AI