Medizinisches Labor Bremen
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Laborinformationen

Wissenswertes aus Klinik und Praxis

Unsere Laborinformationen vermitteln Ihnen in einer Übersicht Wissenswertes zu bestimmen Verfahren und Methoden bzw. neueren diagnostischen Verfahren im Bereich der Laboratoriumsmedizin und Medizinischen Mikrobiologie.


Übersicht der Laborinformationen




30.09.2009 - Allergiediagnostik

Mit dem Einsatz des Multi-Allergenpanelsystems als in-vitro-Test zur semiquantitativen Bestimmung von zirkulierenden Allergen-spezifischen IgE-Antikörpern im Rahmen der Allergiediagnostik gelingt es, mittels eines geringen Probenvolumens von ca. 1,5 ml Serum je Panel eine Vielzahl von Allergentestungen gleichzeitig vorzunehmen und somit ein breites diagnostisches Spektrum abzudecken. Während Panel 1 eine Zusammenstellung aus Inhalations- und Nahrungsmittelallergenen darstellt, konzentriert sich Panel 2 auf die wichtigsten Inhalationsallergene und Panel 3 auf die Schlüsselallergene, die als Auslöser einer Nahrungsmittelallergie bekannt sind.

Allergiediagnostik - PDF-Datei, 878 KB


13.12.2006 - a1-Antitrypsin-Phänotypisierung

Einige genetische Varianten des Proteinase-Inhibitors (Pi) α1-Antitrypsin weisen eine verminderte Serumkonzentration auf und disponieren zu Lebererkrankungen und Lungenemphysem. Diese Mangel-Varianten können zuverlässig nur durch eine Phänotypisierung diagnostiziert werden.

α1-Antitrypsin-Phaenotypisierung - PDF-Datei, 1003 KB

29.06.2006 - Auto-Antikörper

Das Immunsystem schützt uns vor Krankheitserregern und eindringenden Fremdstoffen und eliminiert infizierte und entartete Zellen. Gegen die körpereigenen Strukturen muss schon in der Ernbryonalphase eine aktive Toleranz ausgebildet werden. Zahlreiche Mechanismen der Selbsttoleranz bleiben während des ganzen Lebens auf mehreren Ebenen des Immunsystems wirksam. Ist einer dieser Mechanismen gestört, kann eine Autoimmunerkrankung entstehen.

Auto-Antikörper - PDF-Datei, 401 KB


01.12.2008 - Biochemisches-Effektmonitoring bei Belastung mit Umweltschadstoffen

Umweltbelastungen können Störungen des Gleichgewichtes zwischen Radikalbildung und Radikalabbau verursachen. Vermehrtes Auftreten von freien Radikalen kann zu äußerst schädigenden Wirkungen auf zellulärer Ebene führen. Man spricht in diesen Fällen von „Oxidativem Streß".

Biochem Effektmonitoring - PDF-Datei, 528 KB


01.05.2002 - Biochemische Marker des Knochenstoffwechsels

Im Knochenstoffwechsel wird ein dynamisches Gleichgewicht zwischen Knochenaufbau (durch die Osteoblasten) und Knochenabbau (durch die Osteoklasten) aufrechterhalten. Die Knochengrundsubstanz besteht aus einer anorganischen Mineralphase und einer organischen Matrix, die überwiegend aus Kollagen (Typ I) besteht. Für die klinische Beurteilung und Überwachung der An- und Abbauvorgänge stehen heute geeignete biochemische Marker zur Verfügung (1,2). Dabei handelt es sich um Enzyme von Osteoblasten und Osteoklasten und Knochenmatrixproteine bzw. deren Abbauprodukte, die in Blut oder Urin abgegeben

Biochemischer Marker - PDF-Datei, 511 KB


20.04.2005 - Carbohydrate-Deficient Transferrin (CDT)

CDT ist ein sensitiver und spezifischer Marker für den chronischen Alkoholabusus (Sensitivität: 81-93%, Spezifität: 98%). Erhöhte CDT-Werte werden nach mindestens einwöchiger Aufnahme von mehr als 60 g Alkohol pro Tag gefunden. Nach Abstinenz normalisieren sich die CDT-Werte innerhalb von 2 - 3 Wochen.

Carbohydrate-Deficient-Transferrin - PDF-Datei, 1274 KB


12.12.2011 - Coenzym Q 10

Coenzym Q10 (Ubichinon-10) ist eine essentielle Komponente der mitochondrialen Atmungskette und damit ein unentbehrlicher Cofaktor für die zelluläre Energieversorgung. Bei Mangelernährung oder gestörter Biosynthese kann es zu einer Unterversorgung kommen. Insbesondere Herzerkrankungen und essentieller Bluthochdruck können die Folge sein. Eine Rolle bei der Statin-induzierten Myopathie wird diskutiert, ebenso scheint bei neurodegenerativen Erkrankungen (M. Parkinson, Friedreich Ataxie) die Coenzym Q10 Substitution einen positiven Einfluß auf den Krankheitsverlauf zu nehmen.

Coenzym Q10 - PDF-Datei, 2,36 MB


27.01.2005 - Laboruntersuchungen in der Demenz-Diagnostik

Die Labordiagnostik der Demenzen stützt sich - neben der Risikoabschätzung durch APO-E4-Analyse - vor allem auf die kombinierte Bestimmung des ß-Amyloids als Marker der senilen Plaques und des Tau-Proteins als Indikator der Neuronenschädigung. Mit der Einführung des Phospho-Tau (181p-Threonin-Tau) im Liquor steht jetzt ein neuer Parameter zur Verfügung, der spezifische Veränderungen der Alzheimer-Demenz nachweisbar macht. Die Hyperphosphorylierung von Tau-Proteinen stellt nämlich einen spezifischen, pathogenetischen Vorgang bei M. Alzheimer dar, der durch Destabilisierung der neuronalen Mikrotubuli zu pathologisch gesteigerter Bildung der typischen intrazellulären Alzheimer-Fibrillen führt. Erhöhte Werte werden nach jetziger Kenntnis nur bei Alzheimer-Demenz gefunden, nicht aber bei anderen Demenzen oder Neuronenschädigung anderer Genese. Selbst bei der Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung mit massivem Gewebsuntergang bleibt phospho-Tau normwertig. Die Bestimmung und Auswertung sollte immer kombiniert mit Gesamt-Tau und ß-Amyloid-Protein im Liquor erfolgen. Untersuchungsmaterial ist Liquor cerebrospinalis in Polypropylen-Probengefäßen, gekühlt, aber nicht mehrfach wiederholt eingefroren.

Demenz - PDF-Datei, 395 KB


05.02.2009 - Ethylglucuronid im Haar – ein neuer Marker des chronischen Ethanolkonsums

Probleme des Nachweises eines missbräuchlichen Alkoholkonsums
Der Missbrauch von Ethanol stellt in unserer Gesellschaft nicht nur hinsichtlich der Verbreitung, sondern angesichts des hohen pro-Kopf-Verbrauchs auch hinsichtlich der medizinischen und forensischen Konsequenzen ein erhebliches und das der illegalen Drogen noch übertreffendes Problem dar. Es wird differenziert zwischen Abstinenzlern (<1 g Ethanol/d: ca. 20%), schwachen Trinkern (1-10 g/d: ca. 40%), sog. “social drinkers“ (11-60 g/d: ca. 35%) und exzessiven Alkoholkonsumenten bzw. Alkoholikern (>60 g/d: ca. 5%). Zahlreiche medizinische Disziplinen sind mit der Schwierigkeit konfrontiert, einen chronischen Ethanolabusus nachweisen zu müssen oder zu wollen.

Ethylglucuronid im Haar - PDF-Datei, 170 KB


15.09.2008 - Galaktosämie

Zur Diagnostik und Verlaufskontrolle der Galaktosämie und anderer Störungen des Galaktose­stoffwechsels bietet das Medizinische Labor Bremen zentral und aus einer Hand das komplette erforderliche Analysenspektrum an (Metabolitkonzentrationen, Enzymaktivitäten und Mutations­analytik). Die vorliegende Laborinformation gibt einen Überblick über die Störungen im Galaktose­stoff­wechsel, die analytischen Parameter sowie die präanalytischen Erfordernisse einschließlich Proben­versand und die postanalytischen Angebote.

Galaktosämie - PDF-Datei, 76 KB


18.06.2013 - Genetische Veranlagung zu Diabetes Mellitus

Die Verwertung genetischer Komponenten durch HLATypisierung zur Früherkennung und Risikoeinschätzung des Diabetes mellitus Typ 1 galt bislang als sehr aufwändige und teure Untersuchung. Anstelle der früher erforderlichen, anspruchsvollen molekularbiologischen Verfahren können jetzt durch zwei vergleichsweise einfache, SNP-basierte Real-Time-PCR's die Hochrisiko-HLA-Genotypen mit hoher Sensitivität und Spezifität, aber vertretbarem Aufwand und deutlich niedrigeren Kosten indirekt nachgewiesen werden.

Genetische Veranlagung zu Diabetes Mellitus - PDF-Datei, 2.38 MB


20.09.2000 - Hämaturie

Die Hämaturie ist ein häufiger Befund. Sie kann durch Erkrankungen der Nieren, des Urogenitaltraktes und durch Gerinnungsstörungen verursacht werden. Mit Laboruntersuchungen wie der Erythrocytenmorphologie und der Analytik der Harnproteine in Verbindung mit Anamnese und klinischem Befund gelingt in vielen Fällen eine Lokalisationsdiagnostik, so dass invasive urologische und nephrologische Maßnahmen gezielter eingesetzt werden können.

Hämaturie - PDF-Datei, 1.145 KB


02.02.2012 - HE4 und CA 125: Kombinierte Tumormarker des Ovarialkarzinoms im ROMA-Index

Das Ovarialkarzinom steht an 5. Stelle der Krebserkrankungen der Frau und hat in fortgeschrittenen Stadien eine sehr ungünstige Prognose. Eine Früherkennung wird durch die unspezifische Symptomatik erschwert. Der Tumormarker CA 125 kann auch bei gutartigen gynäkologischen Erkrankungen (Endometriose, funktionelle Zysten etc.) erhöhte Werte aufweisen. Bei vergleichbarer Empfindlichkeit (Sensitivität) zeichnet sich der neue Marker HE4 durch weniger falsch erhöhte Ergebnisse bei gutartigen gynäkologischen Erkrankungen aus. Die beste Aussagekraft hat aber die Kombination der beiden Marker: Die Werte für CA125 und HE4 werden in einem aus Studiendaten abgeleiteten Modell zum ROMA-Index (Risk of Ovarian Malignancy Algorithm) verrechnet. Dieser gibt die Wahrscheinlichkeit für das Vorliegen eines Ovarialkarzinoms bei Nachweis eines ovariellen Tumors an. Wie bei allen anderen Tumormarkern auch, ist anlassfreies Screening nicht sinnvoll. Die Erstellung des ROMA-Index ist aber ein verbessertes Instrument der Labordiagnostik, Hochrisikopatientinnen mit klinisch und sonografisch suspekten Befunden frühzeitig zu identifizieren, einer leitliniengerechten Therapie zuzuführen und zielgerichtet im Verlauf zu überwachen.

HE4 und CA 125: Kombinierte Tumormarker des Ovarialkarzinoms im ROMA-Index - PDF-Datei, 1.42 MB


01.09.2011 - Diagnostik der Helicobacter pylori Gastritis

In der „ABC“ Klassifizierung der Gastritiden (Autoimmungastritis, bakteriell-infektiöse und chemisch induzierte Gastritis) ist die Helicobacter pylori-induzierte B-Gastritis mit 80-90% aller entzündlichen Magenschleimhauterkrankungen die häufigste Form. Bei 99% der Patienten mit Ulcus duodeni sowie bei 75% der Patienten mit Ulcus ventriculi findet sich eine Helicobacter pylori (Hp) - Infektion. Weiterhin haben > 90% der Patienten mit Magenfrühkarzinom und > 90% der Patienten mit einem MALT-Lymphom des Magens eine Hp-Gastritis. Die Hp-Besiedlung spielt auch bei erworbenen Angioödemen, der Infekturtikaria und einem Teil der Patienten mit chronischer immunthrombozytopenischer Purpura (ITP, M. Werlhof) eine Rolle.

Laboruntersuchungen zur Diagnostik der Helicobacter pylori Gastritis - PDF-Datei, 1.487 KB


20.09.2000 - Hepatitis B-Virus (HBV)-DNA

Die komplette Sequenzierung des Hepatitis B-Virus (HBV) Genoms Anfang der achtziger Jahre ermöglichte zum ersten Mal den direkten Nachweis dieses Krankheitserregers in Patientenmaterial. Inzwischen ist die HBV-DNA Bestimmung durch die Nukleinsäure-Hybridisierung und neuerdings die Polymerase-Kettenreaktion zu einem unerlässlichen Bestandteil der HBV-Diagnostik geworden. Sie verbessert die Erkennung einer Virämie, die Differenzierung chronischer HBV-Infektionen sowie die Verlaufskontrolle nach antiviraler Therapie.

Hepatitis B-DNA - PDF-Datei, 430 KB


20.09.2000 - Hepatitis C-Virus (HCV)-RNA

Mit Hilfe der Gentechnologie konnte 1989 der Erreger von mehr als 90% aller Non-A-Non-B-Hepatitiden entdeckt werden. Das sog. Hepatitis C Virus (HCV) besitzt ein RNA Genom, welches mehrere Struktur- sowie Nicht-Strukturproteine kodiert. Inzwischen wurden serologische Testverfahren (ELISA, RIBA) entwickelt, die den Nachweis von Antikörpern gegen diese HCV-Antigene, also die Diagnose einer HCV-Infektion, erlauben. Durch den direkten Nachweis der HCV-RNA mit der Polymerase-Kettenreaktion (PCR) kann eine akute HCV-Infektion schon Wochen bis Monate vor der Antikörperbildung diagnostiziert, eine chronische von einer abgelaufenen HCV-Infektion unterschieden und der Erfolg einer antiviralen Therapie beurteilt werden.

Hepatitis C-RNA - PDF-Datei, 649 KB


20.09.2000 - Hereditäre Hämochromatose - Molekularbiologische Diagnostik (HH-PCR)

Bei der hereditären Hämochromatose führt ein Gendefekt zu einer vermehrten Eisenablagerung in verschiedenen Organen. Seit kurzem gibt es die Möglichkeit, die genetische Ursache für die meisten Fälle nachzuweisen. Die frühzeitige Diagnostik der Erkrankung mittels einer einfachen Blutuntersuchung erlaubt es, Betroffene und Familienangehörige zu einem Zeitpunkt zu identifizieren, an dem das Fortschreiten der Erkrankung durch einfache therapeutische Maßnahmen verhindert werden kann.

Hereditäre Hämochromatose - PDF-Datei, 72 KB


17.03.2003 - Herzinsuffizienz-Marker BNP

BNP dient im Wesentlichen als Marker der ventrikulären systolischen und diastolischen Dysfunktion im Rahmen einer Herzinsuffizienz; es wird zweckmäßig zur Diagnosestellung, Differentialdiagnose und Verlaufskontrolle eingesetzt. Während die klinischen Symptome für die Diagnosestellung notwendig sind, unterstützt durch BNP und ggfs. durch das klinische Resultat einer ausschließlich auf Herzinsuffizienz gerichteten Therapie, wird BNP als wertvoller Test zur Ausschlussdiagnostik aufgrund des hohen negativen prädiktiven Werts gesehen. BNP rangiert vor der Echokardiographie. BNP korreliert mit der Linksherzhypertrophie. Beim akuten Koronarsyndrom ist die BNP-Bestimmung zur Risikostratifizierung sinnvoll. Die im Rahmen einer Dyspnoe ermittelten BNP-Konzentrationen besitzen eine gute Vorhersagewahrscheinlichkeit für das Erreichen eines Herzinsuffizienz-Endpunktes (Notaufnahme, Hospitalisierung oder Tod) innerhalb der folgenden 6 Monate.

BNP - PDF-Datei, 44 KB


28.12.2011 - HIV, HBV und HCV: Erfolgreiche, individualisierte Therapie gesteuert durch molekulardiagnostische Methoden

Noch vor wenigen Jahren kamen bei HIV-, HBV- und HCVInfektionen jeweils immer die gleichen Standardtherapien zum Einsatz. Durch hochmoderne, molekulardiagnostische Tests kann aber heute individuell geplant werden, wie der einzelne Patient zu behandeln ist. Die exakte Anpassung der Therapie an virale und Wirtsfaktoren ermöglicht in vielen Fällen eine deutlich effektivere, dauerhafte Kontrolle oder sogar Heilung der Krankheit. Die aktuellen Real-Time PCR-Tests messen Viruskonzentrationen im Blut mit bis vor kurzem noch unvorstellbarer Sensitivität und ermöglichen so die sehr frühzeitige und zielgerichtete Anpassung einer antiviralen Therapie. Besonders hilfreich ist hierbei die molekularbiologische Resistenztestung der Viren für den gezielten Einsatz einer tatsächlich wirksamen Behandlung. Darüber hinaus kann schon im Vorfeld molekulardiagnostisch bestimmt werden, ob ein Patient die Therapie mit einem bestimmten Medikament (z. B. Abacavir) überhaupt vertragen wird, oder Alternativen gewählt werden müssen.

HIV, HBV, HCV: Erfolgreiche, individualisierte Therapie gesteuert durch molekulardiagnostische Methoden - PDF-Datei, 1,63 MB

11.04.2008 - HLA-B*5701 und Abacavir bei HIV-Infektion

Mit der zwingenden Bestimmung des HLA-B*5701-Allels vor einer antiretroviralen Therapie mit Abacavir wurde jetzt durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erstmals eine pharmakogenetische Untersuchung als bindende Eingangsvoraussetzung für die Anwendung eines Medikaments festgelegt. Der durch die molekularbiologische Analyse ermöglichte Ausschluß der Merkmalsträger von der Abacavir-Behandlung reduziert das Nebenwirkungsrisiko einer Hypersensitivitätsreaktion um 90 %. Die Labor-Analyse erfolgt aus EDTA-Blut.


Abacavir bei HIV-Infektionen - PDF-Datei, 1.249 KB

13.04.2011 - HLA-Merkmale bestimmen genetische Krankheitsrisiken

Individuelle HLA-Merkmale eines Menschen werden zur Sicherstellung der Verträglichkeit vor Organ- und Stammzelltransplantationen bestimmt. Es gibt aber auch eine Reihe von Erkrankungen, die eine starke Assoziation mit bestimmten HLA-Merkmalen aufweisen. Morbus Bechterew, Zoeliakie, Diabetes mellitus Typ I und Narkolepsie sind typische Beispiele, bei denen die HLA-Typisierung oftmals sehr wichtige (differential)-diagnostische Informationen liefert.


HLA-Typisierung - PDF-Datei, 2.745 KB


18.06.2013 - Moderne molekulare HPV-Stufendiagnostik im Rahmen der gynäkologischen Vorsorgeuntersuchung

Das Zervixkarzinom stellt mit etwa 500.000 Neuerkrankungen und über 250.000 Todesfällen pro Jahr weltweit die dritthäufigste Krebserkrankung der Frau dar. In Industrienationen mit guten sozioökonomischen Bedingungen konnte die Sterblichkeit in den letzten Jahren durch Krebsfrüherkennungsprogramme deutlich gesenkt werden. Der zytologische Pap-Test, der seit den 1970er-Jahren auch in Deutschland eingesetzt wird, hat hierzu einen wesentlichen Beitrag geleistet. Ein wesentlicher Nachteil des Pap-Tests ist aber seine geringe Sensitivität von nur ca. 50%: etwa die Hälfte der zytologischen Veränderungen wird bei einmaliger Untersuchung übersehen. Dies macht es wünschenswert, dass unterstützend andere, sensitivere Verfahren zur Erkennung zervikaler Dysplasien zum Einsatz kommen.

HPV-Stufendiagnostik - PDF-Datei, 1.53 MB


18.03.2011 - IL28B Genotypisierung: Genetischer Prognosemarker zur HCV-Therapie mit Interferon

Neben den etablierten virologischen Markern wie dem HCV-Typ und der initialen Viruslast spielten Wirtsfaktoren in der Prognose des Therapieerfolgs und des Spontanverlaufs bei chronischen HCV-Infektionen bislang eine eher untergeordnete Rolle. Mit der Entdeckung der Bedeutung des IL28B-Polymorphismus im menschlichen Genom wurde nun ein neuer Marker eingeführt, der sich in renommierten Studien bereits als überlegen gegenüber den etablierten virologischen Kriterien gezeigt hat. Er eröffnet damit einen verbesserten Einstieg in ein individualisiertes Therapieregime.


IL28B Genotypisierung - PDF-Datei, 2.137 KB


11.09.2007 - Immunstatus

Das Immunsystem sorgt für die Integrität des Selbst nach innen und nach außen. Es bekämpft Bedrohungen des Individuums, die durch externe Agentien wie Fremdkörper oder infektiöse Krankheitserreger hervorgerufen werden, wendet sich aber auch gegen schädliche Prozesse aus dem Organismus selbst, etwa im Zusammenhang mit Krebs, anderweitig alterierten oder infizierten Körperzellen. Für diese unterschiedlichen Aufgaben steht dem Immunsystem eine ganze Batterie aufeinander abgestimmter Abwehrkomponenten zur Verfügung, die sich grob in die drei Anteile Abwehrzellen, Immunglobuline und Plasmaproteine unterteilen lassen, wobei an vielen Stellen antigen-spezifische und -unspezifische Bestandteile zusammenwirken.

Immunstatus - PDF-Datei, 397 KB


30.12.2011 - Isoenzyme, Makroenzyme

Die Auftrennung von Isoenzymen ermöglicht im Allgemeinen die Organlokalisation oder den Nachweis einer harmlosen Ursache von erhöhten Enzymaktivitäten. Unnötige diagnostische und therapeutische Maßnahmen lassen sich so vermeiden.

Isoenzyme-Makroenzyme - PDF-Datei, 1.46 MB


20.09.2011 - Krebsvorsorge durch Stuhluntersuchungen

Über 60.000 Neuerkrankungen und 30.000 Todesfälle pro Jahr machen den Darmkrebs zur zweithäufigsten, durch maligne Erkrankungen bedingten Todesursache. Eine Früherkennung ist wichtig, um Tumoren bereits im Anfangsstadium zu entdecken und rechtzeitig zu entfernen. Rekto- und Koloskopie sind etablierte, aber invasive Verfahren, die wegen der damit verbundenen Unannehmlichkeiten nur von einem kleinen Teil der Anspruchsberechtigten wahrgenommen werden. Als nichtinvasives Verfahren bot sich bisher nur der konventionelle „Blut-im Stuhl“- bzw. „Okkultes Blut“-Test auf Guajakharzbasis an. Geringe Sensitivität, Beeinflussung durch Nahrungsbestandteile und bisweilen unpräzise bzw. schlecht reproduzierbare Ablesbarkeit zeigen jedoch Grenzen des Tests auf. Vor diesem Hintergrund wurden zwei spezielle, sensitive und spezifische labordiagnostische Verfahren entwickelt, die mit sehr unterschiedlichen Nachweisprinzipien die Effizienz der Krebsvorsorge verbessern sollen, nämlich die immunologische Bestimmung des Hämoglobins und des Hämoglobin/Haptoglobin-Komplexes, sowie der enzymimmunologische Nachweis der Tumor-M2-Pyruvatkinase im Stuhl.

Krebsvorsorge durch Stuhluntersuchungen - PDF-Datei, 68 KB


02.05.2006 - Lactoferrin u. Calprotectin im Stuhl: sensitive u. spezifische Labormarker bei entzündl. Darmerkrankungen

Klinische Anzeichen einer gestörten Darmfunktion, wie Durchfälle, Krämpfe, Unwohlsein, Schmerzen, Blähungen etc., können von verschiedenen Ursachen hervorgerufen werden. Ohne weitergehende Diagnostik ist eine eindeutige Zuordnung meist nicht möglich. In Frage kommen u. a. funktionelle Beschwerden (z. B. irritables Colon), viral und bakteriell bedingte Infektionen und nichtinfektiöse, entzündliche Veränderungen. Während infektiöse Ursachen im akuten Fall durch Erregernachweis abgeklärt werden, standen bis vor kurzem keine zuverlässigen Laboruntersuchungen für die Unterscheidung von funktionellen und entzündlichen Veränderungen zur Verfügung. Dies hat sich mit der Einführung von spezifischen labormedizinischen Stuhlanalysen grundlegend geändert.

Lactoferrin und Calprotectin im Stuhl - PDF-Datei, 168 KB


12.12.2011 - LTT und CD57-Nachweis zur Diagnostik der Lyme-Borreliose

Der Lymphozyten-Transformationstest (LTT) erlaubt jetzt eine bessere Einordnung auch bei schwierigen Fällen einer Lyme-Borreliose. Verdacht auf Frischinfektion mit unklarer Serologie, fraglich aktive bzw. chronifizierte Infektion, Erfolgskontrolle nach antibiotischer Therapie sind typische Fragestellungen. Ebenso ergänzt der CD57-Test in seiner Aussage die klassische Bestimmung der IgG und IgM-Antikörper in ELISA und Immunoblot neben dem Lymphozyten-Transformationstest LTT bei chronischer Lyme-Borreliose.

LTT und CD57-Nachweis zur Diagnostik der Lyme-Borreliose - PDF-Datei, 3,03 MB


30.12.2011 - LTT zur Diagnose zellulärer Fremdstoffsensibilisierungen

Die Häufigkeit von Sensibilisierungen gegenüber Metallen und Kunststoffen nimmt zu. Für Nickel wird heutzutage eine Sensibilisierungsrate von ca. 15 % bei Frauen und ca. 6 % bei Männern angegeben. Bei chronischem Kontakt der Haut mit Metallen oder Kunststoffen können disponierte Personen mit einer Allergie vom verzögerten Typ (Typ IV-Allergie) reagieren. Diese zeigt sich z. B. als Kontaktdermatitis nach 48-72 Stunden. Generalisierte Symptome sind bei Kontakt mit inneren Körperflächen zu befürchten, z. B. durch Gelenkersatz und andere Implantate. Im Gegensatz zu der Typ I-Allergie durch IgEAntikörper wird diese Form der Allergie durch T-Lymphozyten, die durch einen früheren Allergenkontakt sensibilisiert wurden, vermittelt. Nach erneutem Kontakt mit dem Allergen reagieren die sensibilisierten Lymphozyten mit einer Lymphozytentransformation gefolgt von der Zellteilung (Proliferation). Die neu gebildeten Zellen (Effektorzellen) zusammen mit den von ihnen sezernierten Zytokinen lösen die Typ IV-Allergie aus.

 

LTT Fremdstoffsensibilisierung - PDF-Datei, 188 KB

12.12.2011 - Lyme-Borreliose

Mehrere Unterarten der schraubenförmig gewundenen Bakterienart Borrelia burgdorferi können nach Übertragung per Zeckenstich auf den Menschen akute und chronische Erkrankungen der Haut, des Nerven-, Bindegewebs- und anderer Organsysteme hervorrufen. Der Antikörpernachweis mittels Such- und Bestätigungstest (ELISA und Immunoblot) ist das wichtigste Standbein der Labordiagnostik, ergänzt durch den Lymphozytentransformationstest (LTT), die Bestimmung der CD57-positiven NK-Zellen und den Erregernachweis mittels PCR. Zur Behandlung stehen neben Doxycyclin und Amoxicillin vor allem Drittgenerations-Cephalosporine und Makrolid-Antibiotika zur Verfügung. Chronische Verlaufsformen machen gelegentlich auch unkonventionelle Therapieschemata erforderlich. Eine Schutzimpfung steht derzeit in Deutschland noch nicht zur Verfügung.

Lyme-Borreliose- PDF-Datei, 3,1 MB



21.09.2000 - Malaria

Die Malaria ist weltweit die häufigste parasitäre Erkrankung. Die WHO schätzt die jährliche Anzahl der Infektionen auf 300 Millionen, bis zu 2 Millionen Menschen - überwiegend Kinder - sterben daran. In der BRD werden jährlich ca. 1.000 Fälle gemeldet, Experten gehen jedoch von 5.000 Fällen aus, von denen 2 % tödlich.

Malaria - PDF-Datei, 185 KB


20.04.2005 - Pankreatische Elastase 1

Die pankreatische Elastase 1(E1), ein Verdauungsenzym des exokrinen Pankreas, bleibt während der Darmpassage stabil und reichert sich im Stuhl an. Mit einem Enzymimmunoassay kann E1 spezifisch und empfindlich im Stuhl bestimmt werden. Die Konzentration von El im Stuhl ist ein Maß für die exokrine Pankreasfunktion.

Pankreatische Elastase 1 - PDF-Datei, 119 KB


20.04.2005 - Passivrauchen

Tabakrauchen ist die wichtigste Quelle der Innenraumverschmutzung. Besonders Kinder leiden unter der Passivrauchbelastung. Die Bestimmung von Cotinin im Harn oder Nicotin im Haar ist ein wichtiges Instrument, um die Compliance der Eltern zu verbessern.

Passivrauchen - PDF-Datei, 560 KB


20.09.2000 - Proteinurie

Eine Proteinurie liegt vor, wenn die Gesamteiweißausscheidung über 120 mg/d liegt, oder der Albumin-Teststreifen positiv reagiert. Die Proteinurie ist ein Hauptsymtom bei Nierenerkrankungen. Sie kann aber auch extrarenale Ursachen haben. Jede Proteinurie muß diagnostisch abgeklärt werden. Die Differenzierung von Proteinurien erfolgt mit der SDS-Polyacrylamidgel-Elektrophorese (SDS-PAGE) oder durch die quantitative Bestimmung von Leitproteinen im Harn.

Proteinurie - PDF-Datei, 1.221 KB


20.02.2013 - Labordiagnostik bei Präeklampsie

An einer Präeklampsie (vormals: EPH-Gestose) erkranken 5-7 % der Schwangeren. Die Definition umfasst einen nach der 20. SSW neu aufgetreten Hypertonus (>140 mm Hg systolisch und/oder >90 mm Hg diastolisch), verbunden mit einer Proteinurie (>0.3 g/24h). Es handelt sich um eine Multi-Systemerkrankung, bei der es aufgrund einer gestörten Plazentation zur Fehlregulation plazentarer, angiogenetischer Faktoren kommt. Komplizierte Verläufe können frühzeitig durch regelmäßige Laborkontrollen („Präeklampsie-Labor“) erkannt werden. Der prädiktive Labormarker sFlt-1/PlGF-Quotient gibt bereits ab dem frühen 2. Trimenon wichtige, prognostische und differenzialdiagnostische Hinweise. Präeklampsie-Patientinnen tragen für ihr weiteres Leben ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen.

Labordiagnostik bei Präeklampsie - PDF-Datei, 1,54 MB


10.04.2008 - Phthalate

Phthalate gehören zu den wichtigsten Industriechemikalien. Die häufigsten Vertreter dieser Stoffgruppe sind
Di(2-ethylhex)ylphthalat (DEHP), Dibutylphthalat (DBP) und Benzylbutylphthalat (BBzP). Die weltweite Produktion ist sehr hoch und wird auf ca. 4 Mio. t pro Jahr geschätzt. Überwiegend finden sie als Weichmacher in Kunststoffen Verwendung, aus denen sie freigesetzt werden können, da sie nicht chemisch gebunden sind. Infolge der ubiquitären Verbreitung der Phthalate und der Verwendung in unterschiedlichen Gebrauchsgegenständen des täglichen Lebens besteht eine Grundbelastung der Allgemeinbevölkerung.

Phthalate - PDF-Datei, 549 KB


29.06.2006 - Pyrethroide

Pyrethroide sind synthetische Insektizide, die sich struktuell von den Pyrethrinen (Chrysantemen- Extrakt=Pyrethrum) ableiten. Gegenüber den Pyrethrinen zeichnen sie sich durch höhere Resistenz und stärkere insektizide Wirkung aus. Die Pyrethroide werden in Land-und Forstwirtschaft, zur Tierhygiene, als Eulanisierungsmittel, als Holzschutzmittel und als Wirkstoff gegen Hygiene- und Vorratsschädlinge z.B. Fliegen, Motten, Ameisen, Silberfischchen u.a. eingesetzt. Der Mensch nimmt Pyrethroide über Haut und Lunge sowie mit der Nahrung auf. Bei Anwendung in Innenräumen besteht für die Bewohner die Gefahr einer Pyrethroid-Intoxikation. Bei der akuten Vergiftung können Pyrethroide direkt im Blut nachgewiesen werden. Im häufigeren Falle einer chronischen Belastung findet man im Allgemeinen keine Pyrethoide im Blut, sondern nur die entsprechenden Metaboliten im Harn.

Pyrethroide - PDF-Datei, 419 KB


30.03.2009 - PFTs

PFTs haben in den letzten Jahrzehnten vielfältige Anwendungen gefunden, sind aber in der Umwelt lange Zeit nahezu unbemerkt geblieben. Viele aktuelle Studien belegen nun deren weite Verbreitung von der insbesondere Mensch und Tier betroffen sind. Selbst in arktischen Regionen sind sie anzutreffen, z. B. im Blut von Eisbären. Die Leitverbindungen PFOA und PFOS sind im Tierversuch kanzerogen. Die toxikologischen Eigenschaften der PFTs für den Menschen werden als bedenklich eingestuft.

PFTs - PDF-Datei, 1,15 MB


13.02.2009 - PML-Risiko unter Natalizumab (Tysabri ®)

Die progressive multifokale Leukoenzephalopathie (PML) wird durch das JC-Virus (JCV) verursacht, ein weltweit verbreitetes Polyomavirus. Eng mit dem JC-Virus verwandt ist das BK-Virus, das als Erreger von Nephropathien unter Immunsuppression von Nierentransplantierten auftritt. Die PML ist eine schwere, häufig zum Tode führende Erkrankung des zentralen  Nervensystems. Sie befällt v. a. die Oligodendrozyten, die Markscheiden bildenden Zellen. Der Untergang dieser Zellen führt zu einer bereits makroskopisch sichtbaren und funktionell bedeutsamen Demyelinisierung. Die PML ist die zweithäufigste neurologische, opportunistische Infektion bei AIDS-Patienten, tritt aber auch bei Immunschwächen anderer Genese auf.

PML-Risiko unter MS-Behandlung mit Natalizumab - PDF-Datei, 172 KB


20.04.2005 - p53-Autoantikörper

Im Gegensatz zu den üblichen serologischen Tumormarkern, die auch bei benignen Erkrankungen im Serum erhöht sein können, werden p53-Autoantikörper ausschließlich bei Tumorpatienten gefunden. Ein positiver Befund "beweist" das Vorliegen einer Tumorerkrankung. Da jedoch nur 10-30% der Tumorpatienten p53- Autoanikörper bilden, schließt ein negativer Befund eine Tumorerkrankung nicht aus. Tumorpatienten mit p53-Autoantikörpern haben eine deutlich schlechtere Prognose als Tumorpatienten ohne p53-Antikörper.

p53-Autoantikörper - PDF-Datei, 38 KB


30.12.2011 - Tuberkulose Blutteste

Durch den Wegfall des TINE-Tests und die Schwierigkeiten bei der Beschaffung eines zugelassenen i.c.-Tuberkulins für die Hauttestung kam es in der Vergangenheit zu gravierenden Engpässen in der orientierenden Tuberkulosediagnostik. Mit Einführung des neuen Bluttests "Quantiferon-TBC-Gold" steht nun ein Laborverfahren zur Verfügung, das den herkömmlichen Tests sogar überlegen ist. Es mißt die TBC-spezifische, zelluläre Immunreaktion nach stattgehabtem Tuberkulosekontakt in Blutproben, die im Labor speziell kultiviert und anschließend auf Interferonproduktion analysiert werden. Im Unterschied zu den Hauttests sind im Quantiferon-TBC-Gold-Test nach BCG-Impfung keine positiven Ergebnisse zu erwarten, so daß der Test auch bei Geimpften für die Tuberkulosediagnostik verwendet werden kann. Die erforderlichen Spezialröhrchen können kostenfrei im Labor angefordert werden. Nähere Einzelheiten können Sie unserer Laborinformation entnehmen.

Blutuntersuchungen in der Tuberkulosediagnostik - PDF-Datei, 2.22 MB


21.11.2005 - Thrombophiliediagnostik

Bei der Thrombophiliediagnostik werden angeborene und erworbene Defekte der Blutgerinnung bzw. Fibrinolyse untersucht, die das Thromboserisiko gegenüber der Normalbevölkerung erhöhen. Diese Untersuchung ist besonders dann zu empfehlen, wenn thromboembolische Komplikationen idiopathisch, bei jüngeren Patienten (<45. Lj.), an ungewöhnlicher Lokalisation und/oder unter effektiver Antikoagulation aufgetreten sind. Darüber hinaus ist sie auch bei Patienten mit familiärer Disposition, bei Rezidivereignis und bei Patientinnen mit Neigung zu Fehl-/Totgeburten durchzuführen. Die Laborinfo bietet Ihnen einen aktuellen Überblick über die relevanten thrombophilen Risikofaktoren und eine Orientierungshilfe bei der Diagnostik, Beratung und Therapie.

Thrombophiliediagnostik  - PDF-Datei, 1.5 KB


20.04.2005 - Thrombozytenfunktionsstörungen

Funktionsstörungen der Plättchen können auch bei normaler und grenzwertiger Thrombozytenzahl Ursache einer Blutungsneigung sein und unter Stressbedingungen zu akuten Blutungskomplikationen exacerbieren. Bei hämorrhagischer Diathese und normalem Gerinnungsstatus sollte sowohl an ein von Willebrand-Syndrom und eine Vasopathie als auch an eine Thrombozytenfunktionsstörung gedacht werden.

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08.04.2008 - Titan

Eine Belastung mit Titan lässt sich in Körperflüssigkeiten massenspektrometrisch nachweisen. Die dafür verwendete ICP-MS ist eine herausragende, hochempfindliche Methode, die nur in wenigen medizinischen Laboratorien vorhanden ist. Hinsichtlich der Toxikologie des Titans besteht noch großer Klärungsbedarf.

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16.12.2004 - Uridin

Eine Begrenzung bestimmter Nebenwirkungen der antiretroviralen Therapie von HIV-Infektionen mit NRTI scheint durch die Supplementierung mit dem Pyrimidin-Nucleosid Uridin möglich zu sein. Zur Kontrolle der Ausgangssituation und der Substitution ist die quantitative Bestimmung der Uridinkonzentrationen im Serum oder Plasma geeignet.

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26.08.2004 - Vitamin C

Wichtige biochemische Funktionen beim Menschen sind Vitamin C-abhängig. Bei Risikogruppen kann es zu einem Vitamin C-Mangel kommen. Mangelernährung, Rauchen, Alkohol, Medikamente, chronische Vergiftungen, Stress und Krankheiten gehören zu diesen Risikofaktoren. Aber auch in Schwangerschaft, Stillphase und bei alten Menschen kann der erhöhte Bedarf mit der Ernährung nicht immer gedeckt werden. Erhöhte Anfälligkeit kann dann eine Vielzahl von Erkrankungen auslösen oder begünstigen.

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30.05.2012 - Vitamin D - Sonnige Aussichten

Vitamin D erfährt viel Beachtung in der Fach- und Laienpresse, denn auch in Deutschland ist der Vitamin D Mangel sehr häufig. Vitamin D wird unter UV-B-Bestrahlung in der Haut gebildet. Das zunehmend „sonnenferne“ Alltagsleben und die Unmöglichkeit, ausreichend Vitamin D mit der Nahrung aufzunehmen, machen eine Supplementation notwendig. Die Fachgesellschaften differieren dabei in ihrer Einschätzung und empfehlen aktuell zielgruppenbezogen zwischen 600 und 2000 IE Vitamin D/Tag. Gerade die niedrig dosierte Einnahme ist als sicher anzusehen. Die Bedeutung von Vitamin D und Calcium für die Knochengesundheit ist unbestritten und ausreichender Anlaß, einen Mangel zu vermeiden. Für zahlreiche andere Krankheitsbilder (Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes, metabolisches Syndrom, Malignome, Infekte und Autoimmunerkrankungen) liegen zwar überwiegend positive Daten aus prospektiven Beobachtungsstudien vor, jedoch keine randomisierten klinischen Studien. Daher ist bei diesen Indikationen eine unkritische Substitution nicht evidenzbasiert. 25-OH Vitamin D Serumkonzentrationen >20 μg/L (andere Quelle: >30 μg/L) belegen die Vitamin D Suffizienz beim Nierengesunden.

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19.09.2007 - Vogelgrippe (H5N1): Hochsensitiver spezifischer Nachweis mit der Realtime PCR

Seit Anfang 2006 hat sich die Vogelgrippe, hervorgerufen durch das aviäre Influenzavirus H5N1, von Südostasien aus nach Europa und auch Deutschland ausgebreitet. Das Virus ist vermutlich durch einen Genaustausch (Reassortment) von verschiedenen Vogel- und Schweineinfluenzaviren entstanden. Es ist hochinfektiös und wird durch Zugvögel, die infiziert sind und nur teilweise erkranken, verbreitet. Dieses Virus kann bei engem Kontakt vom Tier auf den Menschen übertragen werden (bisher mehr als 300 belegte Fälle) und führt bei unbehandelten oder zu spät behandelten Patienten in einem sehr hohen Prozentsatz (ca. 60%) zum Tode. Bisher ist jedoch, bis auf wenige Fälle, eine effiziente Übertragung dieses Virus von Mensch zu Mensch nicht beobachtet worden. Fachleute befürchten aber, dass die Übertragungsrate des Virus von Mensch zu Mensch schlagartig durch weitere Änderungen des Erbgutes (Mutationen oder Genaustausch) gesteigert werden kann.

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03.04.13 - Zoeliakie

Die Zoeliakie (einheimische Sprue, Glutenintoleranz) ist eine systemische, chronische Autoimmunerkrankung mit primärem Befall des Dünndarms. Sie zeichnet sich durch eine ausgeprägte genetische Veranlagung mit entsprechender familiärer Häufung aus. Ca. 0,5% bis 1% der deutschen Bevölkerung leiden aktuellen Schätzungen zufolge an Zoeliakie, viele Patienten werden aber trotz klinischer Symptome und guter Behandlungsmöglichkeiten nicht richtig diagnostiziert.

Bis zu 20 % der Verwandten ersten Grades von Zoeliakie-Erkrankten, 75% der eineiigen und 30% der zweieiigen Zwillinge entwickeln im Laufe ihres Lebens ebenfalls eine Zoeliakie.

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03.06.2009 - Zeckenschnelltest auf Borrelien und FSME

Bei aller Vorsicht ist es nicht immer zu vermeiden, dass man von einem Ausflug oder Spaziergang im Grünen eine oder gleich mehrere Zecken mitbringt. Jetzt gilt es Ruhe zu bewahren und überlegt die richtigen Schritte einzuleiten. Es könnte ja immerhin das Risiko einer FSME oder Borrelioseerkrankung bestehen.

Zeckenschnelltest auf Borrelien und FSME - PDF-Datei, 260 KB